Naturspiritualität:

Die große Fruchtbarkeitsgöttin oder Mutter Erde oder auch andere Göttinnen und Götter sind in allem zu finden was lebt. Mensch, Tier, Erde und Natur sind eins und alles harmoniert miteinander. Blumen, Berge, Quellen, Felsen, Wald und Baum sind heilig, weil Wesen und
Götter darin wohnen.



Diese Art Spiritualität findet ihren Ursprung bei den Kelten und
Germanen und natürlich bei den Indianern und vielen anderen, teilweise noch existierenden, Naturvölkern dieser Erde.

Sie lebten in Harmonie und im Einklang mit der Natur und vertrauten
auf Druiden, Schamanen oder Medizinmänner und Heilerinnen, sowie auf Ihre Ahnen.


Während der christlichen Inquisition in Europa bekämpften die Christen
die sogenannte "Alte Religion" und die "Heiden" wurden verfolgt und ermodet. Den Anhängern der alten Religion wurde vorgeworfen, Dämonen und Hexen zu sein und als vom Teufel Besessene Schaden über Mensch
und Tier zu bringen. Der Teufel war allerdings nur eine Nachbildung der alten Gottheit Odin (Germanen), da die Christen die alten Götter aus
den Köpfen der Menschen vertreiben wollten.
Die Jahreskreisfeste und Feiertage unserer Vorfahren (Kelten, Wikinger oder Germanen), wurden deshalb überwiegend in das Christentum übernommen und erinnern noch heute an die Macht der Natur und den Verlauf der Jahreszeiten.

Ein Beispiel dafür ist die Wintersonnwende.
Bei den Wikingern wurde sie auch "Jul" genannt. Sie ist auf den 21. Dezember datiert und symbolisiert die Wiederkehr des Lichts.

Das bedeutet, dass die Tage ab diesem Zeitpunkt wieder länger und die Nächte wieder kürzer werden.

Dies ist also letztendlich der entscheidende Tag, an dem das Licht
wieder Einzug hält und dies ist auch der Grund, warum zu diesem Zeit- punkt auch oft Sonnwendfeuer entzündet werden. Die Menschen früher hatten sehr viel mehr Angst vor der Dunkelheit, weil es keinen Strom
und daher auch kein Licht gab. Ohne Licht und Wärme kann nichts
wachsen und die Natur ist unter der Schneedecke begraben und steht
still. Früher waren die Menschen auf die Natur angewiesen, da sie ihnen alles geschenkt hat, was sie zum Leben brauchten, vor allem Nahrung. Wenn also das Licht wiederkehrt, war dies ein großes gesellschaftliches Ereignis und wurde selbstverständlich ausgiebig gefeiert.
Man wusste ja schließlich nicht, ob der Frühling letzendlich wieder Einzug
hielt oder nicht.
Darum feiern die Christen heute in diesem Zeitraum auch die Geburt Jesu, bei dem auch das Licht zum Sinnbild wird, das alle
Menschen erlösen soll.


Der Glaube an die Naturgötter steht letztendlich für die ganzheitliche Harmonie von Körper, Geist und Seele und das Schöpfen der Kraft aus
der Natur und den Vorfahren bzw. Ahnen. Der sogenannte Ahnenkult
wird auch heute noch, vor allem von den idigenen Völkern der Erde, praktiziert. Auch bei den Christen werden noch die Ahnen ins Gebet einbezogen und es finden regelmäßig Gottesdienste für die Verstorbenen statt.


     

Immer mehr Menschen sehnen sich wieder zurück zu unseren Ursprüngen, zu mehr Natur und Natürlichkeit. Das Leben auf dem Lande ist wieder
im Trend und Traditionen werden wieder gepflegt
, wie zum Beispiel das Feiern der Feste im Jahreskreis.

Der Jahreskreis in Anlehnung an die Tradition der Kelten:

21. Dezember: Wintersonnwende

2. Februar: Brigid

21. - 23. März: Frühlingstag- und nachtgleiche (Frühlingsequinox)

1. Mai: Beltane

21. Juni: Sommersonnwende

2. August: Lammas

21. - 23. September: Herbsttag- und nachtlgeiche (Herbstequniox)

1. November: Samhain

Der Beginn einer jeden Jahreszeit wird mit einem Fest begangen (21. Dezember, 21. März, 21. Juni, 21. September) = Sonnenfeste (weil sie sich am Stand der Sonne orientieren)

Mondfeste = Brigid (zunehmender Mond), Beltane (Vollmond), Lammas (abnehmender Mond), Samhain (unsichtbarer Mond)



Unter der Rubrick "Naturspiritualität im Alltag" können Sie sich über weitere, aktuelle Themen der Naturspiritualität, sowie über anstehende Jahreskreisfeste und alte Traditionen informieren. Außerdem gebe ich Tipps und Anregungen zum Leben mit der Natur.